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Ein Bodenschatz in Rommersheim - Der Kalk

Wie allen bekannt, liegt Rommersheim in der Prümer Kalkmulde. Der Name sagt es schon, dass es hier Kalk gibt. Dieser Kalk wurde einst auch in Rommersheim ausgebeutet und in Öfen gebrannt. Der Flurname "Bei den Kalköfen" erinnert noch an die Zeit des Kalkbrennens. Es steht fest, dass in unserm Ort nicht im Entferntesten die Menge von täglich 2400 Zentnern der "Büdesheimer Kalk- und Dolomitwerke" gebrannt wurde. Die Rommersheimer Kalkbrenner lieferten Kalk zum Anstreichen der Häuser, zur Mörtelbereitung und als Kunstdünger. Die Kalkbrennereien waren nicht lebensfähig, da sie mit Holzfeuerung arbeiteten. Ihren Niedergang verschuldeten ferner die Einführung des Kunstdüngers und ihre weite Entfernung zu den Bahnhöfen. Bevor der Kunstdünger aber in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts eingeführt wurde, war dessen Ausbeutung sehr bedeutend. Es waren die Franzosen, die um 1800 die Kalkdüngung förderten und darum den Kalkbrennern zu einem gewaltigen Aufschwung verhalfen.

 

Der letzte Kalkbrenner in Rommersheim, Heinrich Klasen (* 1900 und + 1987). begann 1922 in einem Ofen von Heinrich Ballmann (Seiberts) zu brennen. Er bekam 1925 die Genehmigung, selbst einen Kalkofen am Fleringer Weg zu bauen, in dem bis 1955 gebrannt wurde. Der Ofen hat sich deshalb so gut erhalten, weil er Jahrzehnte als Runkelrübenkeller benutzt wurde. Hierin konnte 1985 und 1991 das Historische Kalk-brennen durchgeführt werden, welches das alte Handwerk des Kalkbrennens wieder neu erstehen ließ.

 

Weitere Informationen zur Geschichte und zum Prozess des Kalkbrennens kann man der Infotafel am Kalkofen entnehmen.

 

Quelle: Chronik der Pfarrei St. Maximin und der Gemeinden Giesdorf und Rommersheim