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Schlagzeugregister

Die große Trommel (bass-drum): Sie wurde im 18. Jh. aus der türkischen Militärmusik übernommen. Sie sorgt im Blasorchester in erster Linie für die Einhaltung des Grundrhythmus. Ihr röhrenförmiger Resonanzkörper ist auf beiden Seiten mit einem Fell überzogen. In der Marschformation kann der Spieler beide Felle mit je einem Schlägel (mit filz- oder fellüberzo-genem Kopf) anschlagen. Ist sie jedoch auf einen (verstellbaren) Ständer montiert, wird in der Regel nur ein Fell angeschlagen.

 

Beim kombinierten Schlagzeug (drum-set) wird der auf der Fußmaschine montierte Schlägel mit dem Fuß bedient.

 

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Ingo Kewes, Rudi Breuer


Die kleine Trommel (snare-drum): Die sehr alte, jedoch unhandliche Holztrommel wurde im 18. Jh. allmählich durch eine kleinere, leichtere Messingtrommel ersetzt, die im Bau der großen Trommel ähnelt. Bei den Stadtmusikanten und beim Militär wurde sie gern zusammen mit Trommelflöten eingesetzt.

 

Heute kommt ihr eine besondere Rolle im Spielmannswesen zu, und sie ist u.a. aus der Jazz-, Tanz-, Unterhaltungs- und Blasmusik nicht mehr wegzudenken. Sowohl als Schlagfell (Ober-seite), als auch als Saitenfell (Unterseite) werden heute fast ausschließlich strapazierfähige Plastikfelle verwendet. Am unteren Fell befinden sich Schnarrsaiten, die einen charakteristischen Schnarreffekt erzeugen. Durch eine Hebelvorrichtung können sie so entspannt werden, dass sie das Saitenfell nicht mehr berühren und daher nicht mitklingen.

 

Das Instrument wird mit 2 Holzschlägeln (Stöcken) angeschlagen. Es können jedoch auch sogenannte "Jazz-Besen" verwendet werden. Außer einzelnen markanten, rhythmischen Schlägen (meist Nachschlag) wird auf dem Instrument hauptsächlich der Wirbel ausgeführt.